Warum überhaupt ein Blog?

Mein Leben bekam am 30.09.2016 um 6:45 Uhr eine unerwartete Wendung: Erst fiel mir die gefüllte Kaffeetasse aus der linken Hand und dann bin ich ohne Vorwarnung unter der Dusche nach links weggekippt. Aus dieser unerfreulichen Lage konnte ich mich nicht selbst befreien. Mir war auch nicht klar, was überhaupt los war. Ich rief dann meine Frau um Hilfe und versicherte ihr, dass ein Arzt nicht notwendig wäre.Meine Frau alarmierte daraufhin den Notarzt. Das war meine Rettung. In der Folge war ich zunächst in der Klinik in Herrsching und dann auf der Stroke Unit in Großhadern. Diagnose: Schlaganfall wegen beidseitigem Gefäßverschluss der Halsschlagadern.Danach kam ich zur stationären Rehabilitation nach Bad Aibling.An diese stationäre Phase schloß sich eine ganztägige ambulante Phase in Bad Heilbrunn an, die jetzt um ist. Mein linker Arm mit Hand ist leider noch nicht funktionsfähig (Hemiparese).Aber obwohl das im Alltag sehr mühsam ist, überwiegt an guten Tagen doch das Gefühl der Freude, dass ich überlebt habe und noch da bin.

Auf die Idee mit dem Blog kam ich nach einem Arztgespräch, das mit den Worten endete: „Das wird kein Sprint, sondern ein Marathon“.Dieser Blog soll die Dokumentation dieses Reha-Marathons werden.Ich möchte den Verlauf für mich aber auch Andere in ähnlicher Lage festhalten.Ich habe in vielen Gesprächen mit Betroffenen immer wieder die selben Fragen gehört: Wie ist meine Prognose, wann wird diese verlorene Fähigkeit zurückkommen, welche Therapien helfen mir am meisten???Natürlich ist jeder Rehabilitationsverlauf individuell und von vielen Faktoren abhängig.Aber vielleicht hilft es dem einen oder anderen, wenn er liest, wie es mir zu verschiedenen Zeitpunkten ergangen ist.

Ganz wichtig: Ich bin weder Arzt noch Therapeut sondern von Beruf Ingenieur,. Ich schreibe hier persönliche Erfahrungen nieder und nicht mehr. Ich übernehme keine Gewährleistungoder Verantwortung für das, was ein Leser mit diesen Informationen macht oder daraus ableitet.

Der Titel leitet sich aus einem Zitat von Robert Lee Frost ab:“Es gibt drei Wörter, die alles zusammenfassen, das ich über das Leben gelernt habe: Es geht weiter.“ Auf dieses Zitat stiess ich eines Tages im Wartebereich der Ergotherapie auf einem Abreisskalender.Das war irgendwie sehr klar und erbauend und hat mir geholfen.

Was ich vorhabe, ist regelmäßig aufzuschreiben, was sich im Verlauf der Reha an Erfolgen und Misserfolgen einstellt und bei welchen Anwendungen ich welche Wirkungen wahrnehme. Ich freue mich über Reaktionen, Kommentare jeglicher Art.Da dies meine erste Veröffentlichung im Netz ist, bitte ich, handwerkliche Fehler zu entschuldigen.

Chronologischer Abriss:

30.09.2016: Schlaganfall, in der Folge linker Arm, linke Hand, linkes Bein gelähmt

bis 07.10.2016: Stroke Unit Klinikum Großhadern, Operation des verschlossenen Gefäßes, linkes Bein läßt sich wieder bewegen, Essen, Schlucken, Sprechen, Sehen ist möglich, linke Gesichtshälfte ist leicht gelähmt ohne Nebenwirkungen, Verlegung in die stationäre Rehabilitation nach Bad Aibling, Schön-Klinik (Schlaganfall Phase C)

09.11.2016:Abgabe Rollstuhl, wieder auf 2 Beinen unterwegs, linker Arm,linke Hand bilden „Tonus“/sind angespannt,Arm läßt sich bewegen, aber nicht in allen Positionen strecken, Finger linke Hand lassen sich nicht strecken, können nur Greifen- nicht Loslassen (ab 9.11. Schlaganfall Phase D)

07.12.2016: Entlassung aus der Schön Klinik, selbständiges Gehen-auch Treppen- ist möglich, Körperpflege geht eigenständig einhändig, Belastbarkeit  ist insgesamt noch eingeschränkt, linke Hand nur sehr eingeschränkt einsetzbar, linke Schulter und  Oberam schmerzen

15.12.2016: Start ganztägige ambulante Reha in der Fachklinik Bad Heilbrunn

30.01.2017: Ende der Reha in Bad Heilbrunn,Allgemeinzustand und Belastbarkeit verbessert, „Tonus“ verringert, Finger lassen sich manchmal gut strecken, Schmerzen reduziert

31.01.2017: Blogstart

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