Man muß zufrieden sein?!

Am Samstag war ich Brennholz kaufen mit meinem 3 jährigen Junior.Beim ortsansässigen Holzbauer muß man zunächst solange im Kreis fahren, bis man jemanden zum Holz kaufen gefunden hat, und dann gehts los. Diesmal war die Senior-Holzbäuerin die Verkäuferin. Ich folgte ihr in die Verkaufsgarage und wollte tragen helfen. Leider sind die Holzbeutel sperrig und einhändig nicht gut zu bewältigen. So mußte ich dann nach einem gemeinsamen, eher problematischen Trageversuch beim 2ten Beutel zusehen, wie die alte Dame in gebückter Haltung den Transport allein bewerkstelligte.

Kein gutes Gefühl.

The Opposite of Gentleman-like.

Nach Arbeitsabschluß musterte mich die Dame gründlich und fragte, was mit meinem Arm denn los sein.Ich erklärte, dass das die Folgen eines Schlaganfalls seien. Draufhin antwortete sie mit einer Geste, die wohl bedeutete „Immerhin stehen Sie ja hier auf 2 Beinen“:“ Man muß zufrieden sein, wie es ist, oder ?“

Dass ist genau der Zwiespalt, das Dilemma: Einerseits soll und will ich nicht aufgeben und versuchen wieder auf 100% zurückzukommen, andererseits hilft es auch, sich klarzumachen, dass es viel schlimmer hätte ausgehen können und ich dankbar für den erreichten Zustand sein kann. Wobei die Vorstellung, den Rest des Lebens mit nur einer funktionierenden Hand herum zu laufen, auch beängstigend ist.

Ich habe also noch keine Lösung für dieses Dilemma…und mache bestmöglich weiter.

Der Schrank ist fast fertig…Bericht mit Fotos folgt. Das wird richtig gut.

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