Ein Brotzeitbrettl.

Ich war am Wochenende im HEi, in Haus der Eigenarbeit in München Haidhausen. Dieses Bürgerhaus bietet Infrastruktur und Anleitung für alle, die aus Platzgründen nicht zu Hause handwerkeln können oder denen das nötige Equipment oder Know How fehlt. Ich war auf der Suche nach einem Ort, wo ich meine Hobbyschreinerei weiter ausleben konnte, da mein Kellerabteil einfach zu klein für eine Hobbywerkstatt ist.

Im HEi gibt es eine Holzwerkstatt mit allen notwendigen Maschinen und Profis, die einem bei Projekten zur Seite stehen können.

In einem ersten Annäherungsschritt hatte ich mich für den Maschinenkurs eingeschrieben, um den Umgang mit Kreissäge und Co kennen zu lernen.

Das erste Bild zeigt die Kreissäge von Altdorf, auf dem zweiten Bild ist der ( ehrwürdige) Abricht- Dickenhobel.

Die meisten Maschinen sind dort älteren Semesters, aber in gutem Zustand.

Der Kurs hatte zum Ziel, ein Brotzeitbrettl aus Buche her zu stellen und dabei die typischen Arbeitsschritte der Vollholzbearbeitung nachzu vollziehen:

1.) Absäumen der Bohle und Auftrennen in einzelne Lamellen:

2.) Abrichten und Fügen der Lanellen auf dem Hobel:

3.) Verleimen der Lamellen

Einehydraulische Leimpresse ist dabei sehr konvinient.

4.) Zuschneiden auf Endmass, einfräsen Rinne und Abrundung Kanten

Nach der Verleimung wurde das Brettl auf Endmass zugeschnitten und noch einmal durch den Dickenhobel geschickt

Das Einfräsen der Rinne wurde mit einer Oberfräse ausgeführt. Dazu hatten die HEi Profis ein Anschlagbrett vorbereitet.( kein Foto gemacht…)

Die Kanten habe ich dann mit einem Abrundfräser gerundet. Die Kanten sind gut geworden; das Fräsen der Rinnen war schwieriger als erwartet. So ist die Rinnentiefe nicht gleichmäßig und am Anfang, beim Fräsereintritt konnte ich leichte Brandspuren nicht vermeiden.

5.) Feinschliff und Ölung

Die Kurszeit war schon um und unser Kursleiter Martin schon halb auf dem Nachhauseweg, da waren noch die letzten 2 Arbeitsschritte zu tun.:

Der Feinschliff mit 120er Körnung habe ich entgegen meiner inneren Stimme von Hand ausgeführt uns nicht mit Machine. Hier hätte sich meine Rotex gut gemacht…

Das Ergebnis ist auch nicht optimal, aber was solls, ich wollte fertig werden. Dann habe ich noch das Vorhandene Öl vom HEi aufgetragen.

Das Öl enthält Wachsanteile und war mir leicht suspekt. Verglichen mit dem mir bekannten Festool System auch nicht so geschmeidig aufzutragen ( Lappen). Dann gab es noch leichten Stress mit dem Werkstattmeister, der meinte, ich hätte zu viel aufgetragen…

So war der gefühlte gesamthafte Abgang beim Finish nicht optimal.

Mit dem Gesamtergebnis bin ich aber zufrieden. Die (suboptimale) Oberfläche von Brettl klebt nicht und hat einen schönen Farbton.

Das Brotzeitbrettl ist halt beeindruckend groß bzw. riesig und entsprechend schwer.

Jetzt gilt es zu überlegen, ob und wie ich am HEi weitermache. Die Leute dort und die Atmosphäre ist halt wirklich super.

Kommentare? Gerne!

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