Eine Geste

Letzte Woche Donnerstag musste ich kurzfristig einen internen Fahrevent für meinen Chef und seinen Chef organisieren und dem natürlich auch beiwohnen. Nach der leicht missglückten obligatorischen Einführungspräsentation machten wir uns gemeinsam auf zum Versuchsfahrzeug. Mein ChefChef ging mit den Worten “ Wir nehmen die Treppe“ souverän am Fahrstuhl vorbei und wir machten uns an den Abstieg im Treppenhaus.

Schnell hatte ich die rote Laterne der Gruppe inne- das Treppengehen ist bei mir immer noch verlangsamt- und die Lücke zur Führungsgruppe, die energisch voranschritt, wurde größer und größer. Mir wurde wie üblich etwas peinlich zu Mute…bis zu dem Zeitpunkt, als mein Chef plötzlich anhielt, um sich die Schnürsenkel zu binden. Es schien so, als ob er auf mich warten würde…

Dieser Stop erlaubte es mir dann aufzuschließen und wir erreichten schließlich gemeinsam das Ziel.

Ich weiß nicht, ob das eine bewußte Aktion bzw. Geste war, oder nicht, aber ich fand es in diesem Moment einfach nur großartig . Wenn man -wie ich- mit leichten Beschränkungen durchs Leben geht, ist man froh über jeden Moment, wo es eben nicht auffällt.

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied ausmachen.

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